Canon Ef 85mm F 1.4 L Is Usm Traumflieger

Okay, Leute, mal ehrlich. Wir müssen reden. Es geht um das Canon EF 85mm f/1.4L IS USM. Ja, genau, dieses Objektiv. Das Objektiv, das in der Fotografie-Community behandelt wird, als wäre es die Wiedergeburt von Leonardo da Vinci höchstpersönlich.
Ich weiß, ich weiß. Ich wage es, einen heiligen Gral zu kritisieren. Aber haltet eure Heugabeln noch kurz fest. Ich sage nicht, dass es schlecht ist. Überhaupt nicht. Es ist... nur vielleicht... etwas überbewertet?
Hört mir zu! Traumflieger und Co. schwärmen davon. Überall diese Lobeshymnen. Dieses Bokeh! Diese Schärfe! Die Farben! Angeblich ist es das ultimative Porträtobjektiv. Das Objektiv, das dich zum nächsten Annie Leibovitz macht, einfach nur, weil du es an deine Kamera schraubst.
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Aber mal ganz ehrlich: Haben wir alle denselben Traumflieger-Werbefilm gesehen? Versteht mich nicht falsch, ich mag Traumflieger, aber manchmal...
Bokeh-Blasen, Überall Bokeh-Blasen
Ja, das Bokeh ist wunderschön. Weich, cremig, verträumt. Wie ein impressionistisches Gemälde. Aber kommt schon, Leute. Jedes 85mm mit einer weiten Blende hat ein schönes Bokeh. Ist es wirklich so viel besser als bei anderen?

Ich will jetzt nicht Namen nennen (ok, vielleicht doch: Das Sigma 85mm f/1.4 Art). Es gibt Alternativen, die verdammt nah rankommen, aber die Hälfte kosten. Oder sogar noch weniger, wenn man sich auf dem Gebrauchtmarkt umschaut.
Und sind wir nicht alle ein bisschen Bokeh-blind geworden? Ist es nicht manchmal ein bisschen... langweilig? Es ist, als würden wir alle versuchen, dasselbe Instagram-perfekte Foto zu machen.
Scharf, Schärfer, Canon 85mm f/1.4L IS USM
Die Schärfe. Ja, es ist scharf. Razor-scharf. Es kann jedes einzelne Härchen auf deinem Kopf zählen. Und jede einzelne Pore in deinem Gesicht. Danke, Objektiv! (Brauche ich eigentlich wirklich so viel Detailgenauigkeit?)

Aber auch hier: Es gibt andere Objektive, die ebenfalls verdammt scharf sind. Und ehrlich gesagt, in vielen Fällen ist der Unterschied so gering, dass man ihn nur sieht, wenn man Pixel peept. Und wer macht das schon? (Außer vielleicht Traumflieger, wenn er gerade wieder ein neues Testvideo dreht.)
Der Preis, Oh Der Preis
Kommen wir zum Elefanten im Raum: Der Preis. Das Ding kostet ein kleines Vermögen. Du könntest dafür einen Kleinwagen kaufen. Oder einen ziemlich coolen gebrauchten Motorroller. Oder eine sehr beeindruckende Sammlung von Käse.
Ist es das wirklich wert? Nur für ein bisschen besseres Bokeh und ein bisschen mehr Schärfe? Ist es das wert, sich dafür zu verschulden? Ich sage nicht, dass es für niemanden das Geld wert ist. Aber ich sage, dass es für viele von uns vielleicht nicht der beste Weg ist, unser Geld auszugeben.

Klar, es ist ein L-Objektiv. Es ist solide gebaut. Es hat Bildstabilisierung. Es ist wasserdicht. Aber es ist auch schwer. Und teuer. Und ein bisschen protzig.
Mein Fazit (Und Hier Kommt Die Unpopuläre Meinung)
Das Canon EF 85mm f/1.4L IS USM ist ein großartiges Objektiv. Aber es ist nicht das Ende aller Dinge. Es ist nicht die magische Pille, die dich über Nacht zum Profi-Fotografen macht. Es ist einfach nur... ein Objektiv.
Es gibt andere Optionen. Günstigere Optionen. Leichtere Optionen. Optionen, die genauso gut sind. Man muss nur ein bisschen recherchieren. Und sich nicht von dem ganzen Hype blenden lassen.

Vielleicht ist es ja so: Wir lieben es, teure Dinge zu besitzen. Es gibt uns ein gutes Gefühl. Es lässt uns denken, dass wir besser sind als die anderen. Aber am Ende des Tages kommt es darauf an, das Bild zu machen. Und das kann man mit jedem Objektiv machen. Auch mit einem alten 50mm f/1.8. Sogar mit dem Kit-Objektiv.
Also, geht raus und fotografiert! Habt Spaß! Und lasst euch nicht von einem Traumflieger oder dem Marketing-Hype einreden, dass ihr ein bestimmtes Objektiv braucht, um großartige Fotos zu machen.
Und wenn ihr euch das Canon EF 85mm f/1.4L IS USM trotzdem kaufen wollt? Nur zu. Es ist ja auch wirklich ein schönes Objektiv.
