Born A Crime Zusammenfassung

Born a Crime ist die Autobiografie von Trevor Noah, dem bekannten Komiker und ehemaligen Moderator der Daily Show. Das Buch beschreibt seine Kindheit und Jugend in Südafrika während und nach der Apartheid. Es ist keine rein chronologische Nacherzählung, sondern vielmehr eine Sammlung von Anekdoten, die ein lebendiges Bild von Trevor Noahs ungewöhnlichem Aufwachsen und der komplexen sozialen und politischen Landschaft Südafrikas zeichnen.
Die Umstände seiner Geburt
Der Titel Born a Crime bezieht sich direkt auf die Illegalität seiner Existenz. Trevor Noah wurde als Kind einer schwarzen Mutter (Patricia Nombuyiselo Noah) und eines weißen Vaters (Robert) geboren. Während der Apartheid war es verboten, dass Menschen unterschiedlicher Hautfarbe sexuelle Beziehungen eingingen, geschweige denn Kinder zeugten. Diese Gesetze dienten der strikten Trennung und Hierarchisierung der Rassen.
Seine Geburt machte ihn also zu einem Verbrechen im wörtlichen Sinne. Dies prägte nicht nur sein frühes Leben, sondern auch seine Sicht auf die Welt. Er wuchs in einer Welt auf, in der seine bloße Existenz gegen das Gesetz verstieß und in der seine Eltern gezwungen waren, heimlich zu leben, um ihn zu schützen. Sein Vater, Robert, lebte in einem anderen Teil der Stadt und besuchte Trevor und seine Mutter heimlich, um nicht aufzufallen.
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Aufwachsen in der Apartheid und danach
Trevor Noah wuchs hauptsächlich bei seiner Mutter und seiner Großmutter auf. Seine Mutter war eine sehr starke und unabhängige Frau, die großen Wert auf Bildung und persönliche Freiheit legte. Sie war entschlossen, Trevor eine gute Ausbildung zu ermöglichen und ihn vor den negativen Auswirkungen der Apartheid zu schützen.
Die Apartheid prägte Trevor Noahs Kindheit in vielerlei Hinsicht. Er konnte sich beispielsweise nicht frei bewegen und musste oft versteckt werden, wenn er mit seiner Mutter unterwegs war. Er erlebte die Diskriminierung und Ungerechtigkeit hautnah und lernte früh, sich in verschiedenen sozialen Kontexten anzupassen.

Nach dem Ende der Apartheid erlebte Südafrika eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung. Obwohl die Gesetze der Rassentrennung aufgehoben wurden, waren die sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten immer noch tief verwurzelt. Trevor Noah beschreibt in seinem Buch, wie er sich in dieser neuen, aber immer noch herausfordernden Umgebung zurechtfinden musste.
Sprache als Überlebensstrategie
Eine der bemerkenswertesten Fähigkeiten von Trevor Noah ist seine Sprachbegabung. Er spricht mehrere Sprachen fließend, darunter Englisch, Afrikaans, Zulu, Xhosa, Tswana und Sotho. Diese Fähigkeit war für ihn nicht nur ein Vorteil, sondern auch eine Überlebensstrategie. Durch das Sprechen der verschiedenen Sprachen konnte er sich in unterschiedlichen Gemeinschaften bewegen und mit Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kontakt treten.
Seine Sprachkenntnisse ermöglichten es ihm, Vorurteile abzubauen und Brücken zwischen den verschiedenen Kulturen in Südafrika zu bauen. Er nutzte seine Fähigkeit, Sprachen zu sprechen, um Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen zu gewinnen. Dies half ihm nicht nur im Alltag, sondern auch bei seinen späteren geschäftlichen Unternehmungen.

Kriminalität und Überleben
In seiner Jugend war Trevor Noah in verschiedene kriminelle Aktivitäten verwickelt, vor allem im Bereich des Raubkopierens von Musik und Filmen. Dies war eine Möglichkeit für ihn und seine Freunde, Geld zu verdienen und in einer von Armut geprägten Umgebung zu überleben. Er betont jedoch, dass er nie in schwere Verbrechen verwickelt war und dass er sich immer bemüht hat, nicht in gefährliche Situationen zu geraten. Diese Erfahrung lehrte ihn jedoch viel über das Leben auf der Straße und die Härte des Überlebens.
Er schildert, wie er durch seine kriminellen Aktivitäten auch mit dem Gesetz in Konflikt geriet und wie er und seine Mutter mit den Konsequenzen umgehen mussten. Diese Erfahrungen prägten seinen Blick auf das Justizsystem und die Ungleichheit, die in der Gesellschaft herrschte. Sie lehrten ihn auch, die Bedeutung von Bildung und legalen Wegen zum Erfolg zu erkennen.

Die Beziehung zu seiner Mutter
Die Beziehung zu seiner Mutter, Patricia Nombuyiselo Noah, ist ein zentrales Thema des Buches. Sie wird als eine außergewöhnlich starke, unabhängige und religiöse Frau dargestellt, die ihr Leben der Erziehung ihres Sohnes widmete. Sie war nicht nur seine Mutter, sondern auch seine beste Freundin, Lehrerin und Beschützerin. Sie ermutigte ihn, seine Träume zu verfolgen und sich niemals von anderen einschränken zu lassen.
Ihre Beziehung war jedoch nicht immer einfach. Sie waren oft unterschiedlicher Meinung und stritten sich, aber ihre Liebe und Verbundenheit zueinander waren immer stark. Ein dramatisches Ereignis in ihrem Leben war, als Patricia von ihrem Stiefvater angeschossen wurde. Trevor Noah beschreibt dieses Ereignis auf eindringliche Weise und schildert die emotionalen Folgen für ihn und seine Familie.
Schlussfolgerung
Born a Crime ist mehr als nur eine Autobiografie; es ist ein bewegendes und inspirierendes Buch, das einen tiefen Einblick in das Leben eines außergewöhnlichen Mannes und die Geschichte eines Landes im Umbruch bietet. Es ist eine Geschichte über Überleben, Identität, Familie und die Kraft der Bildung. Trevor Noahs humorvoller und ehrlicher Schreibstil macht das Buch zu einer fesselnden Lektüre, die den Leser sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregt. Es zeigt die Resilienz des menschlichen Geistes und die Fähigkeit, selbst unter schwierigsten Bedingungen zu triumphieren. Empfehlenswert für jeden, der sich für Südafrika, Apartheid und die persönliche Entwicklung eines beeindruckenden Komikers interessiert.
