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Blasenentzündung Geht Trotz Antibiotika Nicht Weg


Blasenentzündung Geht Trotz Antibiotika Nicht Weg

Hast du schon einmal eine Blasenentzündung gehabt? Wenn ja, weißt du, wie unangenehm das sein kann. Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang – es ist einfach ätzend. Normalerweise verschreibt der Arzt Antibiotika, und dann sollte es besser werden. Aber was, wenn das Antibiotikum nicht wirkt? Was, wenn die Blasenentzündung trotz der Medikamente einfach nicht weggeht? Das ist frustrierend, aber du bist damit nicht allein. Wir erklären dir, woran das liegen kann und was du tun kannst.

Was ist eine Blasenentzündung überhaupt?

Eine Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, ist eine Entzündung der Harnblase. Sie wird meistens durch Bakterien verursacht, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, weil ihre Harnröhre kürzer ist und die Bakterien somit leichter in die Blase aufsteigen können. Typische Symptome sind:

  • Brennen beim Wasserlassen
  • Häufiger Harndrang, auch wenn die Blase kaum gefüllt ist
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Trüber oder übelriechender Urin
  • Manchmal auch Blut im Urin

Wenn du diese Symptome hast, solltest du unbedingt zum Arzt gehen, um dich untersuchen zu lassen. Denn unbehandelt kann sich eine Blasenentzündung bis zu den Nieren ausbreiten und dort zu einer Nierenbeckenentzündung führen, die sehr gefährlich sein kann.

Warum wirkt das Antibiotikum nicht? Mögliche Gründe

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Antibiotikum bei einer Blasenentzündung nicht richtig wirken kann. Hier sind einige der häufigsten:

1. Falsches Antibiotikum

Nicht alle Antibiotika wirken gegen alle Bakterien. Es kann sein, dass das Antibiotikum, das du bekommen hast, nicht gegen die spezifischen Bakterien wirkt, die deine Blasenentzündung verursacht haben. Das nennt man Resistenz. Bakterien können resistent gegen bestimmte Antibiotika werden, wenn diese zu oft oder falsch eingesetzt werden. Der Arzt sollte eigentlich einen Urin-Test machen, um herauszufinden, welche Bakterien die Entzündung verursachen und welches Antibiotikum am besten dagegen wirkt. Wenn das nicht gemacht wurde, kann es sein, dass du das falsche Medikament bekommen hast.

Was kannst du tun? Sprich mit deinem Arzt! Er sollte eine Urinprobe ins Labor schicken, um die genauen Erreger zu bestimmen und ein passendes Antibiotikum zu finden (Antibiogramm).

Es müssen nicht immer Antibiotika sein: Was bei Blasenentzündung hilft
Es müssen nicht immer Antibiotika sein: Was bei Blasenentzündung hilft

2. Antibiotikaresistenz

Wie bereits erwähnt, können Bakterien resistent gegen Antibiotika werden. Das bedeutet, dass das Antibiotikum die Bakterien nicht mehr abtöten kann. Antibiotikaresistenz ist ein wachsendes Problem weltweit, da Antibiotika oft unnötig oder falsch eingesetzt werden. Das Problem ist: Je öfter Antibiotika eingesetzt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich resistente Bakterien entwickeln.

Was kannst du tun? Es ist wichtig, Antibiotika nur dann einzunehmen, wenn es wirklich notwendig ist und sie immer so lange einzunehmen, wie der Arzt es verschrieben hat – auch wenn du dich schon besser fühlst. Sonst können die überlebenden, widerstandsfähigeren Bakterien sich weiter vermehren.

3. Unkomplizierte vs. komplizierte Blasenentzündung

Es gibt einen Unterschied zwischen einer unkomplizierten und einer komplizierten Blasenentzündung. Eine unkomplizierte Blasenentzündung tritt bei gesunden Frauen auf, die keine weiteren gesundheitlichen Probleme haben. Eine komplizierte Blasenentzündung tritt bei Männern, schwangeren Frauen, Kindern, Menschen mit Diabetes oder anderen Erkrankungen des Immunsystems oder bei Menschen mit Harnwegsanomalien auf. Komplizierte Blasenentzündungen sind oft schwerer zu behandeln und erfordern möglicherweise eine längere Antibiotika-Therapie oder sogar eine Behandlung im Krankenhaus.

Blasenentzündung: Wann Antibiotika wirklich nötig sind | aponet.de
Blasenentzündung: Wann Antibiotika wirklich nötig sind | aponet.de

Was kannst du tun? Wenn du zu einer der Risikogruppen für eine komplizierte Blasenentzündung gehörst, solltest du deinen Arzt unbedingt darauf hinweisen. Möglicherweise brauchst du eine andere oder längere Behandlung.

4. Falsche Einnahme

Auch wenn du das richtige Antibiotikum hast, kann es sein, dass es nicht wirkt, wenn du es falsch einnimmst. Es ist wichtig, das Antibiotikum genau nach Anweisung des Arztes einzunehmen. Das bedeutet, dass du die richtige Dosis zur richtigen Zeit einnehmen musst. Außerdem solltest du das Antibiotikum so lange einnehmen, wie der Arzt es verschrieben hat, auch wenn du dich schon besser fühlst.

Was kannst du tun? Lies die Packungsbeilage sorgfältig durch und frage deinen Arzt oder Apotheker, wenn du Fragen hast. Stelle sicher, dass du die Anweisungen genau befolgst.

Blasenentzündung ohne Antibiotika behandeln
Blasenentzündung ohne Antibiotika behandeln

5. Andere Ursachen

Manchmal sind nicht Bakterien die Ursache für deine Beschwerden. Es könnte auch eine andere Ursache dahinterstecken, wie z.B. eine Pilzinfektion, eine Reizblase oder eine andere Erkrankung der Harnwege. In diesen Fällen helfen Antibiotika natürlich nicht.

Was kannst du tun? Wenn die Symptome nicht besser werden, solltest du deinen Arzt aufsuchen und ihm sagen, dass das Antibiotikum nicht wirkt. Er kann dann weitere Untersuchungen durchführen, um die tatsächliche Ursache deiner Beschwerden zu finden.

Was kannst du tun, wenn das Antibiotikum nicht wirkt?

Okay, das Antibiotikum wirkt nicht – was nun? Keine Panik! Hier sind einige Schritte, die du unternehmen kannst:

Blasenentzündung: Nicht immer braucht es Antibiotika - Bretten
Blasenentzündung: Nicht immer braucht es Antibiotika - Bretten
  1. Geh zurück zum Arzt: Das ist der wichtigste Schritt. Sag deinem Arzt, dass das Antibiotikum nicht wirkt und dass du immer noch Symptome hast.
  2. Urinprobe: Dein Arzt sollte eine Urinprobe ins Labor schicken, um die genauen Erreger zu bestimmen und ein Antibiogramm erstellen zu lassen. Das hilft dabei, das richtige Antibiotikum zu finden.
  3. Anderes Antibiotikum: Wenn das erste Antibiotikum nicht gewirkt hat, wird dein Arzt dir wahrscheinlich ein anderes Antibiotikum verschreiben, das gegen die gefundenen Bakterien wirksam ist.
  4. Weitere Untersuchungen: Wenn die Symptome auch nach dem zweiten Antibiotikum nicht besser werden, sind möglicherweise weitere Untersuchungen erforderlich, um andere Ursachen auszuschließen.
  5. Schmerzmittel: Gegen die Schmerzen und den Harndrang können Schmerzmittel helfen. Sprich mit deinem Arzt oder Apotheker, welche Medikamente geeignet sind.
  6. Viel trinken: Trinke viel Wasser oder ungesüßten Tee, um die Bakterien aus der Blase zu spülen.
  7. Wärme: Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad können die Schmerzen lindern.

Was kannst du tun, um Blasenentzündungen vorzubeugen?

Vorbeugen ist besser als heilen! Hier sind einige Tipps, wie du Blasenentzündungen vorbeugen kannst:

  • Viel trinken: Trinke mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag.
  • Regelmäßig Wasserlassen: Halte den Urin nicht unnötig lange an. Gehe rechtzeitig auf die Toilette.
  • Nach dem Sex Wasserlassen: Das hilft, Bakterien aus der Harnröhre zu spülen.
  • Intimhygiene: Verwende keine aggressiven Seifen oder Intimsprays, da diese die natürliche Schutzschicht der Haut angreifen können. Reinige den Intimbereich nur mit klarem Wasser oder einer milden Waschlotion.
  • Richtige Wischtechnik: Wische nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten, um zu vermeiden, dass Bakterien aus dem Darm in die Harnröhre gelangen.
  • Baumwollunterwäsche: Trage atmungsaktive Baumwollunterwäsche, um ein feuchtes Milieu zu vermeiden, in dem sich Bakterien wohlfühlen.
  • Cranberry-Produkte: Cranberry-Saft oder -Kapseln können helfen, Blasenentzündungen vorzubeugen, da sie die Anhaftung von Bakterien an den Harnwegen erschweren. Die Wirkung ist aber wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Hausmittel: Was hilft wirklich?

Neben Antibiotika gibt es auch einige Hausmittel, die bei einer Blasenentzündung helfen können. Aber Achtung: Hausmittel ersetzen keine ärztliche Behandlung, insbesondere wenn die Symptome schwer sind oder nicht besser werden! Sie können aber begleitend eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern.

  • Wärme: Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad entspannt die Muskulatur und lindert die Schmerzen.
  • Viel trinken: Wie bereits erwähnt, hilft viel trinken, die Bakterien aus der Blase zu spülen.
  • Bärentraubenblättertee: Bärentraubenblätter enthalten Wirkstoffe, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Allerdings sollte Bärentraubenblättertee nur kurzzeitig eingenommen werden, da er in hohen Dosen leberschädigend sein kann. Sprich vorher mit deinem Arzt oder Apotheker.
  • D-Mannose: D-Mannose ist ein Zucker, der die Anhaftung von Bakterien an den Harnwegen verhindern kann. Es gibt D-Mannose als Pulver oder Kapseln. Die Wirkung ist aber wissenschaftlich noch nicht vollständig belegt.

Fazit: Nicht aufgeben!

Eine Blasenentzündung, die trotz Antibiotika nicht weggeht, ist frustrierend, aber kein Grund zur Panik. Sprich mit deinem Arzt, lass die Ursache abklären und die Behandlung anpassen. Mit der richtigen Therapie und einigen vorbeugenden Maßnahmen kannst du die Blasenentzündung in den Griff bekommen und zukünftige Infektionen vermeiden. Du bist nicht allein! Viele Menschen haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Wichtig ist, dass du aktiv wirst und dich nicht mit den Beschwerden abfindest. Sprich mit deinem Arzt, informiere dich und nimm deine Gesundheit selbst in die Hand!

Was bei einer Blasenentzündung statt Antibiotika hilft Blasenentzündung: Impfen statt Behandlung mit Antibiotika | Tages-Anzeiger

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