Bindehautentzündung Geht Nicht Weg Trotz Antibiotika

Meine Freundin, nennen wir sie mal Brigitte, hatte es erwischt. Eine fiese Bindehautentzündung. Rote Augen, Tränen ohne Ende, das ganze Programm. Der Arzt verschrieb Antibiotika, wie man es eben so macht. "Drei Tage und die Sache ist gegessen", versprach er. Tja, Pustekuchen.
Brigitte schmierte brav ihre Augensalbe, pflichtbewusst dreimal täglich. Sie sah dabei aus, als hätte sie gerade einen Boxkampf verloren, aber hey, was tut man nicht alles für die Gesundheit? Tag eins verging. Tag zwei. Tag drei. Und? Nichts. Absolut gar nichts. Die Augen waren immer noch knallrot und tränten wie verrückt. "Das kann doch nicht wahr sein!", stöhnte Brigitte. "Die Antibiotika wirken einfach nicht!"
Wir lachten erst noch, weil sie wirklich einen jämmerlichen Eindruck machte. Aber nach einer Woche, in der sich überhaupt nichts geändert hatte, wurde es langsam unheimlich. Sie sah aus wie ein wandelnder Zombie auf Entzug. "Vielleicht bin ich immun gegen Antibiotika!", mutmaßte sie dramatisch. "Oder es ist eine außerirdische Verschwörung!"
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Also wieder zum Arzt. Der kratzte sich am Kopf. "Hmm, das ist ungewöhnlich", sagte er, wie Ärzte das eben so sagen, wenn sie keine Ahnung haben. Er verschrieb ihr andere Antibiotika. Diesmal in Tropfenform. "Noch stärker", versicherte er. Brigitte war skeptisch, aber sie tat, was ihr gesagt wurde. Und wieder: Fehlanzeige. Die Augen blieben rot und die Tränen flossen weiter.
Es wurde langsam zur Farce. Wir machten Witze darüber, dass sie bald ein Patent auf ihre Tränen anmelden könnte. Oder vielleicht sollte sie in einem Horrorfilm mitspielen. "Die Zombie-Braut mit den Super-Augen!", kicherte ich. Brigitte fand das nur mäßig lustig.

Eines Abends, während wir frustriert auf dem Sofa saßen und Brigitte sich die Augen rieb (was man ja eigentlich nicht tun soll!), kam ihr plötzlich eine Idee. "Moment mal!", rief sie. "Ich habe doch vorhin meine neue Handcreme benutzt, bevor ich mir die Augen getropft habe!"
Und da war er, der Aha-Moment! Die Handcreme. Sie hatte eine neue Marke ausprobiert, die irgendwelche exotischen Öle enthielt. Und siehe da, als sie die Handcreme wegwarf und penibel darauf achtete, ihre Hände vor dem Augentropfen zu waschen, wurde es langsam besser!

Es stellte sich heraus, dass sie allergisch auf einen der Inhaltsstoffe der Handcreme reagiert hatte. Und da sie die Creme immer aufgetragen hatte, bevor sie die Augen berührte oder die Tropfen einnahm, hatte sie sich die Allergene direkt ins Auge gebracht!
Die Moral von der Geschicht? Manchmal sind die einfachsten Lösungen die besten. Und manchmal sind die vermeintlich wirkungslosen Antibiotika gar nicht schuld, sondern eine unscheinbare Handcreme.
"Hätte ich das gewusst, hätte ich mir all das Theater sparen können!", sagte Brigitte später lachend.

Und was haben wir daraus gelernt? Erstens, man sollte nicht alles glauben, was Ärzte sagen (Scherz!). Zweitens, man sollte immer alle möglichen Ursachen in Betracht ziehen, auch die offensichtlichsten. Und drittens: Eine Bindehautentzündung, die nicht weggeht, ist vielleicht gar keine Bindehautentzündung, sondern eine fiese kleine Allergie.
Seitdem hat Brigitte eine neue Handcreme gefunden, die sie verträgt. Und ihre Augen sind wieder strahlend weiß. Aber wenn ich sie heute sehe, muss ich immer noch grinsen und an ihre "Zombie-Augen" denken. Eine Bindehautentzündung kann eben auch für etwas Humor im Leben sorgen!
