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Auktorialer Erzähler Und Personaler Erzähler


Auktorialer Erzähler Und Personaler Erzähler

Okay, stell dir vor, du sitzt mit deinen Freunden beim Kaffee. Lisa erzählt gerade eine Story über ihren letzten Tinder-Date. Sie beschreibt alles bis ins kleinste Detail: Wie der Typ aussaß, was er gesagt hat, sogar was ihr eigentlich dabei durch den Kopf ging. Und dann ist da noch Max, der die gleiche Story erzählt, aber eben... anders. Er weiß plötzlich, was der Typ wirklich gedacht hat ("Er war total nervös, obwohl er cool tun wollte!"), und kommentiert Lisas Gedanken mit leicht ironischem Unterton ("Lisa dachte sich natürlich: 'Oh Gott, was habe ich mir nur dabei gedacht?!'").

Der Unterschied zwischen Lisa und Max? Lisa erzählt die Geschichte aus ihrer eigenen Perspektive, Max… nun ja, Max spielt den allwissenden Erzähler. Und genau darum geht es heute: den auktorialen und personalen Erzähler!

Auktorialer Erzähler: Der allwissende Strippenzieher

Der auktoriale Erzähler ist der Typ, der alles weiß. Wirklich alles. Er kennt die Gedanken und Gefühle aller Charaktere, kann in die Zukunft sehen (oder zumindest Andeutungen machen) und kommentiert das Geschehen nach Belieben. Stell dir vor, er sitzt auf einer Wolke und beobachtet die ganze Szene mit einem Fernglas – und zwischendurch gibt er noch seinen Senf dazu.

Er ist quasi der Regisseur des Romans. Er bestimmt, was der Leser wissen soll und wann er es wissen soll. Er kann Zeitsprünge machen, Orte wechseln und uns sogar erklären, warum ein Charakter so handelt, wie er handelt. Klingt nach 'nem ganz schönen Kontrollfreak, oder? Aber hey, in der Literatur ist alles erlaubt!

Typische Merkmale des auktorialen Erzählers:

Der auktoriale Erzähler - alle Eigenschaften + Beispiele!
Der auktoriale Erzähler - alle Eigenschaften + Beispiele!
  • Allwissenheit: Er weiß einfach alles. Punkt.
  • Kommentarfunktion: Er kann das Geschehen kommentieren, bewerten und interpretieren.
  • Distanz: Er ist nicht Teil der Geschichte, sondern steht außerhalb.
  • Zeitsprünge und Ortswechsel: Kein Problem für ihn!

Denk mal drüber nach: Findest du es nicht manchmal angenehm, wenn dir jemand die Welt erklärt? Gerade in komplexen Geschichten kann ein auktorialer Erzähler Gold wert sein.

Personaler Erzähler: Mittendrin statt nur dabei

Im Gegensatz dazu steht der personale Erzähler. Er erzählt die Geschichte aus der Perspektive einer Figur. Wir sehen die Welt durch ihre Augen, fühlen ihre Emotionen und kennen ihre Gedanken. Er ist quasi unser Reiseführer durch die Geschichte, aber er kennt nur den Weg, den er geht.

Der auktoriale Erzähler - alle Eigenschaften + Beispiele!
Der auktoriale Erzähler - alle Eigenschaften + Beispiele!

Der personale Erzähler kann uns also nicht erzählen, was der Bösewicht gerade plant oder was die Heldin im nächsten Kapitel tun wird. Wir sind genauso unwissend wie er. Das macht die Geschichte oft spannender und authentischer. Wir fiebern mit, leiden mit und hoffen mit dem Charakter, dessen Perspektive wir teilen.

Typische Merkmale des personalen Erzählers:

Der auktoriale Erzähler - alle Eigenschaften + Beispiele!
Der auktoriale Erzähler - alle Eigenschaften + Beispiele!
  • Begrenzte Perspektive: Wir sehen die Welt nur durch die Augen einer Figur.
  • Subjektivität: Die Erzählung ist von den Gedanken und Gefühlen des Erzählers gefärbt.
  • Nähe: Wir sind emotional mit dem Erzähler verbunden.
  • Spannung: Da wir nicht alles wissen, bleibt die Geschichte spannend.

Mal ehrlich: Wer findet es nicht aufregender, wenn er nicht schon von Anfang an weiß, wie alles ausgeht?

Fazit: Welcher Erzähler ist der Beste?

Gibt es den "besten" Erzähler? Definitiv nicht! Es kommt ganz darauf an, welche Art von Geschichte du erzählen möchtest und welche Wirkung du beim Leser erzielen willst. Willst du einen umfassenden Überblick und philosophische Betrachtungen? Dann ist der auktoriale Erzähler vielleicht die richtige Wahl. Willst du Spannung und emotionale Nähe? Dann solltest du dich für den personalen Erzähler entscheiden.

Und manchmal… manchmal mischen Autoren die beiden sogar! Aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal. Bis dahin: Viel Spaß beim Lesen und Schreiben! Und denk dran: Jede Story hat ihre eigene Stimme, du musst sie nur finden!

Auktorialer Erzähler: Wie du mit Götterblick erzählst - Bookerfly Was ist ein auktorialer Erzähler? | blogigo.de Überblick Auktoriale Ich-Erzählperspektive

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