Als Erzieherin Im Krankenhaus Arbeiten

Okay, Leute, stellt euch vor: Ich bin Erzieherin. Aber nicht in so einer Kita mit singenden Kindern und Bastelarbeiten (obwohl, Bastelarbeiten kommen vor...). Nein, ich bin Erzieherin… im Krankenhaus! Ja, richtig gelesen. Ich sitze quasi zwischen piepsenden Geräten und dem Geruch von Desinfektionsmittel und versuche, den kleinen Patienten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Klingt crazy, oder? Ist es auch. Aber auf die absolut beste Art und Weise!
"Erzieherin im Krankenhaus? Was macht man da denn so?" Das ist die Frage aller Fragen. Kurz gesagt: Alles, was eine normale Erzieherin auch macht, nur eben unter… sagen wir mal, "herausfordernderen" Bedingungen. Stellt euch vor, ihr wollt eine entspannte Malstunde machen, aber eines eurer Kinder hat gerade einen Zugang gelegt bekommen und ist nicht so super happy gerade. Oder ihr wollt ein Bilderbuch vorlesen, aber das Kind hängt am Tropf und muss alle fünf Minuten auf die Toilette. Ihr wisst, was ich meine. Es ist wie Erziehung auf Speed, sozusagen. Adrenalin-Erziehung! (Vielleicht übertreibe ich auch ein bisschen.)
Die Herausforderungen – Lachmuskelkater inklusive!
Aber genau das macht es ja so spannend! Die Herausforderungen sind… sagen wir mal… einzigartig. Zum Beispiel: Erkläre einem Fünfjährigen, warum er heute nicht nach Hause darf, obwohl sein Lieblings-Ninja-Turtles-Film gerade im Fernsehen läuft. Oder: Überzeuge ein Dreijähriges, dass der gruselige Arzt mit der Spritze eigentlich nur sein Freund ist und ihm helfen will. Und dann gibt es noch die Eltern… Ach ja, die Eltern! Manche sind super entspannt und dankbar, andere… naja, sagen wir mal, die googeln schon, ob man wegen falscher Farbwahl beim Fingerabdruck-Bild die Klinik verklagen kann. (Hab ich gehört! Wirklich!)
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Was ich also mache: Ich bin quasi eine Mischung aus Clown, Psychologe, Basteltante, Vorleserin und Krisenmanagerin. Ich spiele mit den Kindern, lese ihnen vor, bastle mit ihnen, tröste sie, lenke sie ab und versuche, ihnen den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Und das alles, während ich darauf achte, dass keine Infusionen rausgerissen werden und niemand versucht, mit dem Rollstuhl eine Spritztour auf dem Flur zu machen. (Ja, das ist auch schon passiert. Mehr als einmal.)
Und dann gibt es natürlich die Momente, in denen man einfach nur da sein muss. Wenn ein Kind Angst hat, weil es operiert werden muss, oder wenn es traurig ist, weil es seine Familie vermisst. Dann ist es wichtig, zuzuhören, zu trösten und einfach nur da zu sein. Diese Momente sind hart, aber sie zeigen einem auch, wie wichtig die Arbeit ist, die man macht.
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Die Glücksmomente – Die machen alles wieder wett!
Aber es gibt natürlich auch die Glücksmomente! Wenn ein Kind, das tagelang nur traurig war, plötzlich wieder lacht. Wenn ein Kind, das Angst vor Spritzen hatte, sich tapfer pieksen lässt und stolz wie Oskar ist. Wenn ein Kind, das kaum sprechen konnte, plötzlich anfängt, ein Lied zu singen. Diese Momente sind unbezahlbar und machen all die Herausforderungen wieder wett. Und dann gibt es noch die kleinen Gesten der Dankbarkeit von den Eltern. Ein liebes Wort, ein kleines Geschenk, ein aufrichtiges Lächeln. Das sind die Dinge, die einem zeigen, dass man etwas bewirkt.
Einmal hat mir ein kleiner Junge, der kurz vor einer schweren Operation stand, gesagt: "Du bist wie eine Fee, die mich beschützt." Da musste ich echt schlucken. In solchen Momenten weiß man, dass man genau am richtigen Platz ist. Und das ist mehr wert als jeder dicke Gehaltsscheck (obwohl, ein bisschen mehr Gehalt wäre schon cool, liebe Klinikleitung, falls ihr das lest!).

Überraschende Fakten und lustige Anekdoten
Wusstet ihr, dass…?
* … die Lieblingsbeschäftigung vieler Krankenhaus-Kinder das Bekleben von Infusionsständern mit bunten Stickern ist? (Könnte auch meine sein!) * … es eine eigene Abteilung für "Krankenhaus-Clowns" gibt? Die sind super wichtig und machen einen fantastischen Job! * … man als Erzieherin im Krankenhaus eine erstaunliche Immunität gegen alle möglichen Krankheiten entwickelt? (Ich schwöre, ich war seit Jahren nicht mehr richtig krank!) * … das Lieblingslied der kleinen Patienten meistens "Baby Shark" ist? (Oh Gott, ich höre es schon in meinen Träumen!) * … dass das größte Problem bei Bastelarbeiten nicht das Material ist, sondern die Frage, wohin mit all den Kunstwerken? (Ich habe zu Hause eine ganze Galerie!)Und zum Schluss noch eine kleine Anekdote: Einmal wollte ich einem kleinen Mädchen ein Bilderbuch vorlesen, aber sie wollte unbedingt, dass ich ihr stattdessen eine Geschichte über Einhörner erzähle. Also habe ich improvisiert und ihr eine total verrückte Geschichte über ein Einhorn erzählt, das im Krankenhaus wohnt und heimlich Medizin klaut, um damit andere Tiere zu heilen. Das Mädchen war begeistert und hat die ganze Zeit gelacht. Und ich habe mir gedacht: Ja, genau das ist es, was ich hier mache. Ich bringe ein bisschen Magie in den grauen Krankenhausalltag. Und das ist einfach unbezahlbar.
Also, wenn ihr mich fragt, ob es Spaß macht, als Erzieherin im Krankenhaus zu arbeiten, dann sage ich: Absolut! Es ist hart, es ist anstrengend, es ist manchmal zum Verzweifeln. Aber es ist auch unglaublich erfüllend, berührend und lustig. Und wer weiß, vielleicht treffe ich ja eines Tages auch euch oder eure Kinder im Krankenhaus. Keine Angst, ich habe immer ein paar Einhorn-Geschichten auf Lager!
