Adjektive Mit Der Endung Sam

Also, pass mal auf, ich muss dir was erzählen. Ich hab mich letztens mit den deutschen Adjektiven rumgeärgert, du kennst das ja. Und dann bin ich über eine ganz spezielle Sorte gestolpert: die mit dem verflixten "-sam" am Ende. Stell dir vor, ich sitz da, mit meinem Latte Macchiato, und grübel...
Was ist das Besondere an Adjektiven mit "-sam"?
Naja, das Besondere ist, dass sie irgendwie...speziell sind. Verstehst du, was ich meine? Sie beschreiben oft so Zustände oder Eigenschaften, die man nicht wirklich messen kann. Sind eher so Gefühlssachen. Und sie klingen irgendwie immer leicht altmodisch, als würden sie direkt aus einem Grimms Märchen entsprungen sein. Oder aus dem Mund deiner Oma, die dir ungefragt Ratschläge gibt.
"Sam" kommt übrigens vom Althochdeutschen "sama", was so viel wie "gleich" oder "zusammen" bedeutet. Im Grunde heißt das, dass etwas diese Eigenschaft in ausreichendem Maße "zusammen" hat. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht! Denk einfach, es ist wie eine geheime Zutat, die Adjektive interessanter macht.
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Schau mal, Beispiele: einsam, mühsam, langsam. Siehst du, was ich meine? Das sind keine Adjektive, die du für ein physikalisches Experiment brauchst. Eher für eine melancholische Dichtung über einen verregneten Sonntag.
Einige Beispiele, damit du nicht denkst, ich spinne!
Klar, ein paar Beispiele müssen her, damit du mir auch glaubst. Stell dir vor:

- Einsam: Der Typ auf der Parkbank, der seinen Tauben ein Sandwich spendiert. Er ist einsam. Oder vielleicht auch nur ein bisschen exzentrisch. Wer weiß das schon?
- Mühsam: Das ist der Versuch, eine IKEA-Kommode alleine aufzubauen. Mühsam, aber vielleicht machbar. Irgendwie. Mit viel Fluchen und noch mehr Schweiß.
- Langsam: Die Schnecke, die ein Wettrennen gegen einen Gepard veranstaltet. Die ist offensichtlich langsam. Aber immerhin gibt sie nicht auf! Vorbildlich, die kleine Schleimerin.
- Fügsam: Dein Hund, der (hoffentlich) Sitz macht, wenn du es ihm befiehlst. Ein fügsamer Hund ist Gold wert. Vor allem, wenn er nicht gerade versucht, deine Schuhe zu fressen.
- Grausam: Ein Horrorfilm, in dem Clowns mit Kettensägen auftauchen. Grausam und definitiv nichts für schwache Nerven.
- Seltsam: Dein Nachbar, der jeden Morgen um 5 Uhr in voller Ritterrüstung Gassi geht. Sehr, sehr seltsam. Und ein bisschen beängstigend.
Siehst du, wie die funktionieren? Die beschreiben nicht nur Fakten, sondern auch so ein Gefühl, eine Stimmung, die damit verbunden ist. Wie ein guter Wein, der eine Geschichte erzählt. Nur dass es hier um Adjektive geht, nicht um Wein. Obwohl... ein Glas Wein zu diesen Adjektiven wär jetzt auch nicht schlecht!
Wann benutzt man "-sam" Adjektive?
Also, wann du die benutzt? Am besten, wenn du dich ausdrücken willst wie ein Dichter. Oder wenn du ironisch sein willst. Oder wenn du deine Oma imitierst. Die Möglichkeiten sind endlos!

Aber im Ernst, benutz sie, wenn du eine Nuance hinzufügen willst. Wenn du mehr als nur die Oberfläche beschreiben möchtest. Wenn du ein bisschen tiefer gehen willst. Vergiss aber nicht, dass sie manchmal ein bisschen altmodisch klingen können. Also, vielleicht nicht unbedingt im Bewerbungsgespräch verwenden, außer du bewirbst dich als Märchenerzähler.
Die Krux mit der Rechtschreibung
Achtung, jetzt kommt der komplizierte Teil: die Rechtschreibung! Manchmal ist es nicht so einfach zu wissen, ob ein Adjektiv jetzt mit "-sam" geschrieben wird oder nicht. Da hilft nur eins: lernen, lernen, lernen! Oder einfach googeln. Ist ja auch eine Form des Lernens, oder?

Und denk dran: Übung macht den Meister! Versuch einfach, die Adjektive in deinen Alltag einzubauen. Beschreibe dein Mittagessen als "köstlichsam" (Okay, das ist erfunden, aber kreativ!). Beschreibe deinen Chef als "herrschsam" (Vorsicht, das könnte Konsequenzen haben!).
Fazit: "-sam" Adjektive sind cool!
Also, was lernen wir daraus? Adjektive mit "-sam" sind cool. Sie sind ein bisschen komisch, ein bisschen altmodisch, aber verdammt nützlich, wenn du dich mal wieder so richtig ausdrücken willst. Und wenn du das nächste Mal ein "-sam" Adjektiv hörst, denk an mich und meinen Latte Macchiato. Und lächle. Denn jetzt weißt du ja Bescheid!
Und jetzt entschuldige mich, ich muss noch ein paar "sonderbargsame" Dinge erledigen. Bis bald!
