Ab Wann Muss Eine Wunde Genäht Werden

Okay, stellt euch vor, ihr seid beim Sonntagsbrunch. Bacon-Pfannkuchen-Stapel, Mimosen, das ganze Programm. Plötzlich… ZACK! Ein unglücklicher Sturz mit dem Toaster! (Ja, ich weiß, klingt erfunden, aber glaubt mir, ich hab schon Schlimmeres gesehen. Mein Nachbar hat sich mal mit einer Avocado entzweit, das war ein Blutbad… aber das ist eine andere Geschichte.) Die Frage ist: Ab wann wird aus einem simplen „Autsch!“ ein panischer Anruf beim Arzt, und wann reicht ein Pflaster und ein tapferes Lächeln?
Die kurze Antwort: Es kommt drauf an! (Haha, ich weiß, super hilfreich, oder? Aber Geduld, es wird besser!)
Die etwas längere Antwort: Es hängt von der Tiefe, der Länge, der Lage, und der generellen “Oh mein Gott, ich blute ja wie ein Schwein!”-Faktor ab.
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Wann die Nadel gezückt wird: Die Roten Flaggen der Wundversorgung
Stellt euch vor, eure Wunde ist wie ein Film. Es gibt die kleinen, unbedeutenden Indie-Filme, die man locker mit einem Pflaster abhandeln kann, und dann gibt es die epischen Blockbuster, die ein ganzes Ärzteteam und wahrscheinlich auch ein paar Spezialeffekte brauchen.
Tiefgang ist Trumpf (im negativen Sinne): Wenn ihr bis zum Muskel, Knochen oder sonstigen gruseligen Dingen durchseht, dann ab zum Arzt! Selbst wenn ihr es nicht ganz so tief geschafft habt, aber die Wunde wirklich klafft, also die Hautränder sich nicht von alleine annähern wollen, dann ist es Zeit für professionelle Hilfe.
Länge läuft (auch im negativen Sinne): Kleine Kratzer sind egal, klar. Aber wenn ihr plötzlich ausseht, als hättet ihr euch mit einem Lichtschwert duelliert, und die Wunde länger als ein paar Zentimeter ist, dann lieber mal checken lassen. Stell dir vor, du spielst Gitarre auf deinem Arm - wenn die 'Saite' zu lang ist, ist das kein gutes Zeichen!

Die Lage, die Lage, die Lage: Manche Stellen am Körper sind einfach sensibler. Wunden im Gesicht (besonders in der Nähe von Augen oder Mund), an Gelenken (Finger, Knie, Ellenbogen) oder im Genitalbereich sollten immer von einem Arzt begutachtet werden. Glaubt mir, ihr wollt keine Narbe im Gesicht, die euch permanent wie einen Comic-Bösewicht aussehen lässt!
Blutfontänen-Alarm: Spritzt das Blut im Rhythmus eures Herzschlags? Ist es kaum zu stoppen, egal wie fest ihr drückt? Dann nix wie los! Das deutet auf eine verletzte Arterie hin und das ist kein Spaß.
Die Nicht-so-ernst-aber-besser-safe-als-sorry-Fälle
Okay, nehmen wir an, es ist kein Weltuntergang. Keine abgetrennten Gliedmaßen, kein Blut, das die Wände hochspritzt. Aber trotzdem…

Schmutz und Dreck: Wenn die Wunde voll mit Dreck, Steinen oder anderen unappetitlichen Dingen ist, die ihr nicht vollständig rausbekommt, dann lieber ab zum Arzt. Sonst riskiert ihr eine fiese Infektion.
Tierbisse: Egal wie süß der kleine Fiffi war, Tierbisse können gefährlich sein. Lasst sie immer von einem Arzt checken, wegen Tollwut und anderen unschönen Überraschungen. (Außerdem: Hunde sind schlecht im Wundnähen, habe ich gehört.)
Unklare Herkunft: Ihr wisst nicht, womit ihr euch geschnitten habt? War es rostig? War es in Kontakt mit irgendwelchen Chemikalien? Lieber nachfragen! Eine Tetanus-Auffrischung kann Leben retten!
Ihr habt einfach ein komisches Gefühl: Manchmal ist es einfach der Bauch, der einem sagt: "Hier stimmt was nicht!". Vertraut eurem Instinkt! Es ist besser, einmal zu viel zum Arzt zu gehen, als einmal zu wenig.

Die Do-It-Yourself Fraktion (aber bitte mit Verstand!)
Wenn die Wunde klein, sauber und nicht allzu tief ist, könnt ihr sie oft selbst versorgen:
Reinigung ist das A und O: Mit sauberem Wasser und milder Seife ausspülen. Keine Angst, das brennt nur kurz (naja, vielleicht auch länger, aber haltet durch!).
Desinfektion: Ein bisschen Desinfektionsmittel schadet nie. Aber Vorsicht: Manche Desinfektionsmittel sind zu aggressiv und können die Heilung verzögern.

Pflaster drauf: Schützt die Wunde vor Schmutz und Keimen.
Regelmäßig wechseln: Das Pflaster regelmäßig wechseln und die Wunde beobachten. Wenn sie sich rötet, anschwillt oder eitert, dann ab zum Arzt!
Und das Wichtigste: Hört auf euren Körper! Wenn ihr euch unsicher seid, dann lieber einen Arzt fragen. Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen, als am Ende mit einer hässlichen Narbe oder einer fiesen Infektion dazustehen.
So, und jetzt entschuldigt mich. Ich muss noch schnell meinen Toaster in Sicherheit bringen… und vielleicht noch eine Avocado-Schutzweste erfinden.
