6 Monate Altes Baby Von Couch Gefallen

Okay, Leute, haltet euch fest, denn ich erzähl euch jetzt eine Geschichte, die mir fast einen Herzinfarkt beschert hätte, aber im Nachhinein betrachtet… naja, sagen wir mal, sie hat Potenzial für eine Sitcom. Es geht um meinen kleinen Racker, damals sechs Monate alt, und eine verhängnisvolle Couch.
Stellt euch vor: Ein strahlender Sonntagnachmittag. Der Himmel blau, die Vögel zwitschern, und ich, die Super-Mama (Achtung, Ironie!), dachte, ich könnte kurz die Wäsche zusammenlegen. Baby sicher auf der Couch platziert, eingekreist von Kissen. Was soll schon passieren?
Tja, was soll ich sagen? Die Schwerkraft und der unbändige Entdeckerdrang eines sechs Monate alten Babys haben sich offenbar verschworen.
Must Read
Der freie Fall: Eine Tragikomödie in drei Akten
Akt 1: Stille. Unheimliche Stille. Kennt ihr das? Wenn es zu ruhig ist, dann weiß man, dass was im Busch ist.
Akt 2: Ein dumpfer Knall. Nicht so ein "Oh, ich hab den Schlüssel fallen lassen"-Knall. Eher so ein "Hilfe, irgendwas Schlimmes ist passiert"-Knall. Mein Herz machte einen Salto Mortale.
Akt 3: Ich stürme ins Wohnzimmer und sehe… meinen kleinen Liebling, auf dem Teppich sitzend, mit einem Gesichtsausdruck, der ungefähr sagte: "Was zur Hölle war das denn jetzt?!"

Ich hob ihn hoch, checkte ihn ab, suchte nach Beulen, Prellungen, gebrochenen Knochen – alles, was eine panische Mutter so sucht. Und wisst ihr was? Nichts. Absolut gar nichts. Er gluckste mich an, als ob er gerade eine Achterbahnfahrt hinter sich hätte. Wahrscheinlich hatte er das auch.
Panik oder Gelassenheit? Eine Mutter im Zwiespalt
Ich muss zugeben, in dem Moment war ich kurz davor, den Notruf zu wählen und eine Helikopter-Evakuierung ins nächste Kinderkrankenhaus zu fordern. Hyperbel much? Ja, ich weiß. Aber in dem Moment war meine innere Drama-Queen einfach nicht zu stoppen.
Mein Mann, der ruhige Fels in der Brandung (und zufällig Arzt), untersuchte ihn gründlich. Er meinte, solange er sich normal verhält, isst, trinkt, lacht und nicht anfängt, russisch zu sprechen (ja, das war sein Ernst!), sei alles in Ordnung.

Trotzdem. Die nächsten Stunden verbrachte ich damit, ihn wie ein Habicht zu beobachten. Jedes Zucken, jeder Mucks wurde analysiert. Ich googelte "Baby fällt von Couch Symptome" – keine gute Idee, Leute. Google diagnostiziert dir schneller einen Hirntumor, als du "Kinderarzt" sagen kannst.
Was wir daraus gelernt haben (neben der Tatsache, dass Babys scheinbar aus Gummi sind)
Erstens: Kissen sind keine Festung. Sie sind eher so eine Art "Soft Landing"-Zone, aber kein Garant für Sicherheit.
Zweitens: Babys sind robuster als man denkt. Aber das heißt nicht, dass man sie absichtlich vom Sofa schubsen soll! (Disclaimer: Dieser Absatz ist humoristisch gemeint. Bitte schubst keine Babys vom Sofa!)

Drittens: Eltern sind Meister der Selbstvorwürfe. Ich habe mich gefühlt, als hätte ich das Kind dem Wolf zum Fraß vorgeworfen. Völliger Quatsch, natürlich. Aber das Mutter- beziehungsweise Vater-Gewissen ist eine tückische Sache.
Viertens: Ein Arzt im Haus ist Gold wert. Nicht nur, weil er die Panikattacken seiner Frau eindämmen kann, sondern auch, weil er einem erklärt, dass ein Baby, das gerade Purzelbäume auf dem Teppich schlägt, wahrscheinlich keine Gehirnerschütterung hat.
Fünftens: Babys lernen schnell. Am nächsten Tag versuchte er schon wieder, sich von der Couch zu stürzen. Anscheinend hatte ihm die erste Erfahrung so gut gefallen.

Mittlerweile ist mein kleiner Racker natürlich älter und hat gelernt, wie man eine Couch elegant verlässt. Aber die Geschichte vom Couch-Absturz wird in unserer Familie immer wieder gerne erzählt. Mit viel Gelächter und einem kleinen Schauer der Erinnerung.
Also, liebe Eltern, passt auf eure kleinen Entdecker auf. Sie sind schneller, stärker und unberechenbarer, als ihr denkt. Und wenn doch mal was passiert: Ruhe bewahren, durchatmen und vielleicht erstmal ein Glas Wein trinken. Danach könnt ihr immer noch den Kinderarzt anrufen.
Und denkt dran: Wir alle machen Fehler. Wir sind nicht perfekt. Aber wir lieben unsere Kinder über alles. Und das ist das, was wirklich zählt.
